NEUSS, Kirmes-Montag - Das Schützenfest ist im vollen Gange.
Der liebe Gott hatte es wieder einmal gut mit den Schützen gemeint und die sonntägliche Parade mit herzlichem Sonnenschein bedacht. Nach dem Nachmittagsumzug endete der gestrige Tag im großen Festzelt mit dem Grenadierball und bester Laune.

Zum heutigen Schützen-Biwak hat das Komiteemitglied, Marcus Hansen Vertreter aus Kirche, Politik und Wirtschaft geladen. Wie in jedem Jahr eine willkommene Gelegenheit, um darüber zu spekulieren, wer sich wohl als Aspirant für den Königsschuss am morgigen Dienstag gemeldet hat.
Fröhlich sitzt die Runde zusammen, als Sie die Nachricht erhalten, dass ein Schütze auf dem Rennbahngelände tot aufgefunden wurde: Hans-Günter Bunge-Westerholz.

Ach ja, bevor wir zu den Personenbeschreibungen kommen: Die Personen, die sowohl einen männlichen, als auch weiblichen Vornamen tragen, können sowohl von einem Mann, als auch von einer Frau dargestellt werden.

Das Opfer:
Hans-Günter Bunge-Westerholz (44):
Mit Leib und Seele Schütze, galt der unbeliebte Stadtrat und beneidete Inhaber zweier Apotheken, in diesem Jahr als sicherster Aspirant auf den Königschuss.

Die Festgesellschaft (und Verdächtigen):
Rechtsanwalt Marcus Hansen (52)
: Der allein stehende Mann zog vor sechs Jahren nach Neuss, wo er eine Kanzlei eröffnete und sich schnell etablierte. Heute ist er sogar Mitglied des Komitees des Neusser Bürgerschützen Vereins.

Ines Hansen (24): Die Tochter des Rechtsanwalts ist in der Neusser Kneipenlandschaft als lebenslustig bekannt. Nachdem sie vom Studium in Amerika zurückgekehrt ist, führt Sie ihrem Vater den Haushalt.

Rainer Prange (61): Der Getränke-Verleger stammt aus einer alten Neusser Familie. Seit einigen Jahren ist sein Party- und Event-Service bei jedem Großereignis präsent. In den letzten drei Jahren hat er vergeblich auf den Königsvogel angelegt.

Irmgard Prange (48): Wenn auch nur angeheiratet, repräsentiert Irmgard die traditionelle Dynastie der Pranges. Sie engagiert sich in der Münsterkirche und unterstützt die Königsanwartschaft ihres Mannes von ganzem Herzen.

Diakon Hans Gahlen (43): Der Geistliche ist ein Spätberufener, der seine erste Stelle nach der Weihe vor einem dreiviertel Jahr in St. Quirin antrat. Trotz seines sehr offenen, einnehmenden Wesens, weiß man nur wenig über seine Vergangenheit.

Peter (Petra) Meyers (alter unbekannt): Der Zeltwirt gilt als graue Eminenz unter den Schaustellern. Jahr für Jahr betreibt er das große Festzelt auf der Schützenwiese, einige Fahrgeschäfte und lukrative Imbissbuden.

Dr. Julius (Julia) Schoers (42): Der Leiter des Clemens-Sels-Museums kommt meist etwas kauzig daher. Er ist kein direkter Freund des Schützenfestes und nimmt nur widerwillig als Vertreter der Kultur an dem Schützen-Biwak teil.

Werner Neuber (44): Neuber ist durch ein Preisausschreiben der NGZ als Vertreter der Schützen in diese Runde geraten. Beruflich ist er Lagerist bei einer Spedition im Neusser Hafen und passt eigentlich so gar nicht in die Runde.

 

 

…und der Journalist: (diese Rolle kann ggf. entfallen)
Andreas (Andrea) Braun (alter unbekannt): Immer auf der Suche nach einer brandneuen Story, hat er der Gesellschaft die Nachricht überbracht und beginnt sofort mit seiner Recherche.